Das Spezialhaus für Orientteppiche Dr. Amir Pakzad zählt unzweifelhaft zu den
Traditionsunternehmen der Niedersächsischen Landeshauptstadt. Der Firmensitz in der
Georgstraße 54, gegenüber dem Opernhaus, befindet sich darüber hinaus in einem der
traditionsreichsten und schönsten Häuser der Innenstadt, dem Haus Basse.
Wie alles begann...
Die Geschichte der Firma Dr. Amir Pakzad begann im Jahre 1953. In diesem Jahr wanderte
der Firmengründer, Herr Amir Pakzad, aus dem Iran ein. Er wurde dort 1927 in Teheran
geboren und absolvierte das Studium der Chemie in seiner Heimatstadt. Grund seiner
Übersiedlung nach Deutschland war die geplante Promotion zum Dr. Rer. Nat., die er in
der Folgezeit am Max Planck Institut in Stuttgart absolvierte. Er lebte zu dieser Zeit
in Esslingen am Neckar, wo er auch seine spätere Ehefrau, Frau Ingrid Kerner, gebürtig
aus Berlin, kennenlernte und heiratete. Dort baute er auch sein erstes Fachgeschäft
für Orientteppiche auf, mit dem er dann, nach der Geburt des ersten seiner insgesamt 5
Kinder im Jahre 1957, nach Hannover übersiedelte. Dies war die Geburtsstunde der Firma
Dr. Amir Pakzad, die im Juni 1957 ins Handelsregister der Stadt Hannover eingetragen
wurde. Die Firma unterhielt in der Folgezeit bis zu drei Geschäfte in der Innenstadt
von Hannover. Neben den Teppichgeschäften unterhielt Herr Dr. Amir Pakzad später auch
noch ein Juweliergeschäft, sowie eine Gemäldegalerie in Hannover. Vor allem letzteres
war auf seine große Neigung zur Kunst im Allgemeinen und zur Malerei im Besonderen
zurückzuführen.
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Der Firmengründer
Er wurde in der Folgezeit nicht nur als ausgezeichneter Sachverständiger für
Orientteppiche, sondern auch als Gemäldesammler und größter Leihgeber und Mäzen der
Hannoverschen Museen weit über die Grenzen Niedersachsens und Deutschlands hinaus
bekannt. Heute beherbergt die Landesgalerie den größten Teil seiner umfangreichen
Sammlung niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts als Dauerleihgaben und
Schenkungen. Bekannt wurde er in diesem Zusammenhang vor allem durch den Ankauf eines
Porträts des hannoverschen Universalgelehrten Leibniz. Auch das Kestnermuseum in
Hannover verdankt einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Exponate aus dem Bereich
der Islamischen Kunst Herrn Dr. Pakzad.
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Orientteppichmuseum Hannover
Die Sammlung von Orientteppichen und Textilien im Hause Dr. Pakzad hat mittlerweile
internationale Anerkennung gefunden. Es handelt sich dabei um ca. 800 Exponate, die
frühesten davon aus dem 16. Jahrhundert. Bereits Ende der siebziger Jahre bot Herr Dr.
Pakzad die gesamte Sammlung der Stadt Hannover als Schenkung an, allerdings mit der
Auflage sie auszustellen und so für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Stadt lehnte dieses Angebot unter Hinweis auf die hohen Kosten einer solchen
Ausstellung ab, ein in der Presse viel diskutierter Umstand. Daraufhin eröffnete Herr
Dr. Pakzad in Eigenregie das Orientteppichmuseum Hannover, das von Oberbürgermeister
Schmalstieg eingeweiht wurde und bis heute seinen Sitz als reines Privatmuseum in der
5. Etage des Hauses Georgstraße 54 hat.
Auf diese Weise sollte und soll den Besuchern ein kleiner Einblick in die Geschichte
des Orientteppichs, seine Entwicklung und große künstlerische Schönheit gewährt
werden. Es beherbergt heute ca. 120 Exponate der Sammlung Dr. Amir Pakzad, darunter
Orientteppiche, Textilien, Kalligraphien, Glas-, Porzellan-, und Metallarbeiten bis
zurück ins 6. Jahrhundert n.C..
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Die Nachfolge
Herr Dr. Amir Pakzad, der im Oktober des Jahres 1996 starb, hinterließ der Stadt, die
er immer als seine eigentliche Heimat bezeichnet und empfunden hat, ein reiches
kulturelles Erbe.
Heute wird die Firma Dr. Amir Pakzad von seinem Sohn Kaweh Pakzad weiter geführt. Herr
Kaweh Pakzad studierte Betriebswirtschaftslehre in Göttingen und sammelte bereits von
Jugend an Erfahrungen auf den internationalen Einkaufsmärkten. Er arbeitet heute mit
den größten Auktionshäusern der Welt in New York und London zusammen. Seine Ausbildung
zum Orrientteppich- und Kunstspezialisten hat er, außer im väterlichen Unternehmen,
vor allem auf Einkaufs- und Bildungsreisen in den nahen- und mittleren Osten, Süd-,
Mittel- und Nordamerika, Südostasien und viele Länder Europas erhalten. Er ist allein
für die Leitung der Firma sowie des Orientteppichmuseums in der Georgstraße 54
verantwortlich, organisiert die Verwaltung und bestreitet persönlich alle Einkäufe im
In- und Ausland.
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Die Firma heute
Die Firma Dr. Amir Pakzad ist heute unter allen Geschäften, die sich ausschließlich
mit dem Verkauf von Orientteppichen befassen, das älteste in Hannover und das größte
im norddeutschen Raum. Auf einer Fläche von über 1000m² auf vier Etagen präsentiert
sie ein Angebot, das seinesgleichen sucht. Sie hält ständig eine Auswahl von mehreren
tausend Orientteppichen- und Brücken für ihr internationales Klientel bereit. Das
Sortiment ist nicht nur sehr breit gestaffelt, reicht es doch vom soliden
Gebrauchsteppich bis zur antiken Kostbarkeit, sondern auch, durch die große Auswahl in
allen Sparten, ungewöhnlich tief.
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Die Firmenphilosophie
Den Schwerpunkt der Handelstätigkeit sieht Herr Pakzad im optimalen Service. Neben der
reichhaltigen Auswahl steht er seinen Kunden mit bestmöglicher Beratung durch
geschulte Fachkräfte vor, während und nach dem Kauf jederzeit voll zur Verfügung.
Kunden werden in den Geschäftsräumen, aber auf Wunsch auch in Ihrem Heim von
versierten Mitarbeitern beraten und betreut. Unverbindliche Vorführungen werden ebenso
organisiert, das Erstellen von Versicherungsgutachten und Expertisen gehört natürlich
zum Service. Schließlich steht man auch in Fragen der Restauration und Pflege von
Orientteppichen zur Verfügung. Das Waschen von Orientteppichen und das Anfertigen
maßgeschneiderter Unterlagen ist selbstverständlich. Das Motto lautet: Breites
Warenangebot, tiefes Sortiment, optimale Auswahl, bestmöglicher Service.
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