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Keschan
Die zentralpersische Provenienzhauptstadt Keschan liegt an der alten
Karawanenstraße, die von Teheran über Keschan, Ghom, Yazd und Kirman nach Pakistan
und Indien führt. Sie wurde im 8. Jahrhundert gegründet und erlebte ihre erste
Blütezeit im 12. / 13. Jahrhundert unter den Seldschuken. Nach der anschließenden
Zerstörung durch die Mongolen (1224) wurde Keschan wieder aufgebaut und avancierte
neben Isfahan im 16. / 17. Jahrhundert zum wichtigsten Zentrum safawidischer Kunst.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Bevölkerung durch verschiedene Umstände, unter
anderem eine Skorpionplage, stark dezimiert, was zu einer verminderten, aber
unverändert hochwertigen Produktion führte.
Die Qualität und der Ruf des Keschan Teppichs ließen erst in der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts etwas nach, doch zählen auch diese noch heute zu den allerbesten
Orientteppichen. Neben den klassichen rot- oder blaugrundigen Medaillonteppichen
werden heute auch zunehmend Stücke mit hellbeigem oder pistaziengrünem Grundton
hergestellt.
Gegenwärtig haben bereits schon die mehr als 40 jährigen und insbesondere die
älteren Exemplare einen extrem hohen Kurs. Besonders gesucht sind dabei Stücke aus
Seide und Korkwolle, da diese heute nicht mehr hergestellt werden.
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