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Isfahan
Die Stadt Isfahan, früher Aspadana genannt, liegt im Südwesten des Iran und hat
eine mehr als bewegte Vergangenheit. In sassanidischer Zeit war die Oase Isfahan
Sammelplatz des Heeres, später kam sie unter arabische Herrschaft bevor sie unter
den Seldschukenherrschern verschönert und erweitert wurde. Unter den Seldschuken
wurde Isfahan auch erstmals Hauptstadt. 1387 besetzten die Mongolen die Stadt und
wüteten fürchterlich. Ihre beste Zeit kam schließlich mit Schah Abbas dem Großen,
der Isfahan 1598 zu seiner Hauptstadt machte und sie so ausbaute, daß sie im 17.
Jahrhundert als eine der reichsten und prächtigsten Städte der Welt galt.
Die moderne Produktion aus Isfahan zählt auch heute noch zum Besten, was persische
Knüpfkunst zu bieten hat. Mit einer Feinheit von teilweise über einer Million Knoten
pro Quadratmeter werden vor allem Designs aus der klassischen Epoche, allen voran
das Spiralrankenmuster, gefertigt. Auch Gebets- und Bildteppiche kommen auf den
Markt.
Alte Stücke aus Isfahan sind selten. Sie zeigen kunstvolle Jagdmotive mit
ausgezeichneten Tierdarstellungen, oder auch Spiralrankendesigns. Die Ausführung der
Arabesken und Palmetten ist von höchster künstlerischer Qualität.
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