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Bidjar
Bidjar, sprachlich richtiger Bidschar, liegt im nordöstlichen persischen
Kurdengebiet, etwa 150 km nordwestlich von Hamadan im sogenannten Gerusgebiet, einem
alten Knüpfzentrum. Die heutige Bevölkerung ist überwiegend kurdisch, doch gut
assimiliert.
Allgemein zeichnen sich Teppiche dieser Region vor allem durch ihre Dichte, Dicke
und Unverwüstlichkeit aus, sind jedoch auch stilistisch-künslerisch oft sehr
anspruchsvoll. Man unterscheidet im Handel zwischen den Bidjar Teppichen die von
Kurden hergestellt werden und den, selteneren, von Afscharen hergestellten Stücken.
Hauptunterscheidungskriterium ist dabei die Dicke des Schußfadens; dieser ist bei
kurdischen Bidjars dicker, was zu einem steiferen Grundgewebe führt. Vom Muster
unterscheiden sich die beiden Gattungen jedoch kaum. Es wird sehr häufig ein feines
Herati-Muster verwendet, wobei das Innenfeld entweder durchgemustert, oder in Rauten
aufgeteilt wird. Es kommen aber durchaus auch andere Mustervarianten auf den Markt,
so z. B. florale Designs wie der bekannte Rosen-Bidjar.
Vor allem unter den älteren Stücken findet man Meisterwerke, deren hervorragendes
Wollmaterial in seiner ungewöhnlich guten Verarbeitung und dezenter, schöner
Färbung in Verbindung mit meisterhaft ausgeführten floral-geometrischen Ornamenten
eine harmonische Einheit von besonderem Reiz bilden.
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